HimmelsKönigin – Marienverehrung in der Zeit der Reformation

18. April bis 31. Juli 2014

Maria war mehr als die das junge Mädchen und die junge Mutter.
Sie war Gottesmutter und reine Jungfrau. Sie war das Schatzkästchen für das Geheimnis Gottes. Die Schatulle für diesen Gottmenschen Jesus Christus. Und der Safe für alle Wahrheit über ihn.
Sie stand stellvertretend für die Kirche. Stellvertretend kämpfte sie den himmlischen Endkampf gegen das Böse.
In der Nikolaikirche ist sie immer wieder zu sehen: mit Goldmantel und Sternenkrone, mit dem Teufel unter ihren zarten Füßen und dem nackten Gottessohn auf dem Arm.
Auch die Reformatoren hielten Maria hoch in Ehren, aber nicht mehr himmelhoch. Ein Ehrenplatz gebührte ihr noch lange, doch ohne Gold und Heiligenschein. Marienfeste wurden noch bis vor 150 Jahren gefeiert und keine alte Marienfigur weg geworfen. Aus gutem Grund.

In der Nikolaikirche kann man anhand der wertvollen Marienfiguren, der Wand- und Glasbilder aus der Zeit zwischen 1430 und 1520 die herausragende Bedeutung Mariens und ihre verschiedenen Dimensionen besichtigen. Die Emporenbilder aus der Zeit kurz nach der Reformation zeigen aus erster Hand, wie die junge protestantische Kirche das Marienbild 'zurecht rückt'.

geöffnet vom 01. August bis 31. Oktober 2013
und 18. April bis 31. Juli 2014
täglich von 13 bis 18 Uhr
Eintritt frei, Ausstellungsführer gegen Spende erhältlich

Führungen nach Voranmeldung (03372/432509, nikolai-gemeinde@web.de)